Kurzes Statement zum Thema Ausbildung und Fachkräftemangel

Es geht um den Fachkräftemangel und den damit verbundenen Problemen.

Die Ausbildung des Nachwuchses im Friseurhandwerk liegt mir persönlich sehr am Herzen. Ich habe kürzlich noch mit einem Kollegen darüber diskutiert ob man heute noch ausbildet oder nicht. Für mich keine Frage. Natürlich kann ich mir die Kosten einer regulären "Ausbildung nach Vorschrift" sparen. Die Kosten belaufen sich auf ca 28.000 bis 30.000 Euro. Das ist nicht wenig Geld in 3 Jahren Lehrzeit. Wenn ich mir diese Kosten erspare kann ich natürlich auch mit einem Geldschein winken um diesen, vom lieben kollegen ausgebildeten Friseurgesellen, abzuwerben.
Die Rechnung geht aber nicht auf, denn dann gibts bald keine Gesellen mehr.
Ich gehe da persönlich immer etwas anders vor,sofern es sich um eine/n motivierten Menschen handelt.
Ich nehme gerne einen höheren Kostenaufwand in Kauf, um meinen Nachwuchs auszubilden. Zu der normalen Ausbildung gibt es viele zusätzliche Möglichkeiten die Azubis zu schulen. Es gibt von vielen Haarkosmetikfirmen Starterseminare für Berufseinsteiger und Weiterbildungsmöglichkeiten in allen Bereichen.
Diese kosten Geld, ja. Und sie verursachen Ausfallzeiten der Auszubildenden, ja. Aber diese Rechnung geht bei motivierten Auszubildenden auf. Sie sind ziemlich früh einsetzbar am Kunden, sie bleiben motiviert weil sie gefordert werden, freuen sich weil sie gefördert werden.
Schade ist es nur das sich kaum noch jemanden für meinen schönen Beruf interessiert. Eltern halten ihre Kinder vom Handwerk fern, obwohl sie ja eigentlich selber erkennen müssen, dass Handwerker eine gute Zukunft haben. Die Zeitungen stehen voll davon.

Ich werde versuchen, mit meinen momentanen Auszubildenden, Werbung für den Beruf des Friseurs zu machen. Sie haben auf Facebook eine eingene Seite WIRWERDENFRISEUR und auch bei Instgram haben sie ein Profil ICHWERDEFRISEUR heißt es dort.

Schaut doch mal rein was sie so machen.
Es gibt da gerade auch eine neue Ankündigung.
Ab September werden sie regelmäßig an einem Abend im Monat "Chef" sein in meinem Betrieb.
In der heutigen Zeit muss man sich halt auch als Ausbilder verändern

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